{"id":969,"date":"2013-04-15T07:20:53","date_gmt":"2013-04-15T06:20:53","guid":{"rendered":"http:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/?p=969"},"modified":"2013-04-15T07:21:36","modified_gmt":"2013-04-15T06:21:36","slug":"waldkinder-auf-der-suche-nach-schatzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/archives\/969","title":{"rendered":"Waldkinder auf der Suche nach Sch\u00e4tzen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Waldkinder_k2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-970\" title=\"Waldkinder_k2\" src=\"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Waldkinder_k2-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"189\" srcset=\"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Waldkinder_k2-300x225.jpg 300w, https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2013\/04\/Waldkinder_k2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><\/a>Was tut mir gut? Was mache ich gern? Was kann ich gut? Was kann mir helfen, wenn ich traurig bin? Wem kann ich helfen? Mit diesen Fragen besch\u00e4ftigen sich die Waldkinder in spielerischer Form seit Januar.<\/p>\n<p><!--more-->\u201eSalutogenetisch orientiert\u201c \u2013 so hei\u00dft die Besch\u00e4ftigung mit den eigenen Ressourcen in der Fachsprache \u2013 meint eine \u201ean Gesundheit ausgerichtete\u201c Form der F\u00f6rderung. Insbesondere die ersten sechs Lebensjahre haben n\u00e4mlich gro\u00dfen Einfluss auf unsere Pers\u00f6nlichkeitsbildung und den sp\u00e4teren Umgang mit dem Leben.<br \/>\nKann man Gesundheit lernen? Laut Brodtmann (1997) f\u00fchlt sich ein Mensch umso ges\u00fcnder, \u201eje besser es ihm gelingt, die st\u00e4ndig (\u2026) auf ihn einwirkenden \u201eStressoren\u201c auszubalancieren\u201c. Dieses \u201eAusbalancieren\u201c k\u00f6nnen wir nicht fr\u00fch genug \u00fcben. Es gelingt uns umso besser, je besser wir uns selbst kennen, wissen was uns gut tut und uns au\u00dferdem in der Lage f\u00fchlen, uns sinnvoll in einen sozialen Zusammenhang einzubringen.<\/p>\n<p>Laut R. Zimmer (2011a) sind es vor allem K\u00f6rper- und Bewegungserfahrungen, die hierzu einen wesentlichen Beitrag liefern k\u00f6nnen. In diesem Sinne befinden sich die Kinder der Waldgruppe Ostenfeld derzeit auf einer \u201eSchatzsuche\u201c: Die Stofftiere Pauline und Emil haben zum Einstieg einen Karton mitgebracht. F\u00fcr diese beiden enth\u00e4lt die Kiste alle Sch\u00e4tze dieser Welt. Was mag das wohl sein? Nachdem die Kinder die Sch\u00e4tze ertasten durften, lieferte ein Lied (\u201ePaula\u201c von Unmada, M. Kindel) endlich Antworten: \u201e(\u2026) Nur \u2018ne olle Entenfeder und ein St\u00fcckchen gr\u00fcnes Moos, zwei zerbrochene Feuersteine und ein St\u00f6ckchen, gar nicht gro\u00df (&#8230;)\u201c &#8230; Das sollten Sch\u00e4tze sein? Kein Gold, kein Geld, keine S\u00fc\u00dfigkeiten? \u201e(&#8230;) Doch die Sch\u00e4tze sind verborgen \u2013 mit ein bisschen Phantasie k\u00f6nnen wir sie leicht entdecken (&#8230;)\u201c<\/p>\n<p>Beim Ausprobieren der Gegen-st\u00e4nde klappte das auch: Mit der Feder kann man andere kitzeln und zum Lachen bringen! Das Moos ist ganz weich, damit kann man kuscheln und auch andere streicheln. Das hilft, wenn man traurig ist! Mit den Steinen kann man Feuer machen und man kann mit ihnen im Sand malen. Und der Stock? Damit kann man trommeln und andere zum Musizieren und Tanzen einladen! Das wei\u00df doch jedes Kind &#8230;<\/p>\n<p>Auf die Frage, wie die Kinder nun selbst herausfinden k\u00f6nnten, was ihre eigenen Sch\u00e4tze sind, waren sie sich schnell einig: \u201eGanz viel ausprobieren \u2013 und sich das merken, was besonderen Spa\u00df macht, was man gut kann, oder was einen fr\u00f6hlich macht!\u201c \u00dcber psychomotorisch orientierte Angebote mit Waldmaterialien (z.B. Geschicklichkeitsparcours, verschiedene Kletterseilkonstruktionen oder phantasievoll von den Kindern mitgestaltete Balancier-Gelegenheiten) lernen die Kinder, sich selbst, ihre F\u00e4higkeiten und ihre Grenzen noch besser kennen. Durch gemeinsam bew\u00e4ltigte Aufgaben wird der soziale Zusammenhalt gest\u00e4rkt. Zugleich sch\u00e4rfen sie ihre Aufmerksamkeit f\u00fcr den Wald als Erlebnis- und Erholungsraum \u2013 mit all seinen Sch\u00e4tzen und M\u00f6glichkeiten.<br \/>\nSymbolisch wird dies auch an der eigenen Schatzkiste deutlich: Die Kinder haben die M\u00f6glichkeit, einen Pappkarton zu gestalten, um diesen sowohl mit realen Waldsch\u00e4tzen als auch mit Bildern ihrer Erfolgserlebnisse zu best\u00fccken. Au\u00dferdem hatten die Waldkinder die Idee, ein Gruppenlied zu erarbeiten, in dem alle Kinder mit ihren F\u00e4higkeiten benannt werden.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besteht auch der Wunsch nach einer traditionellen Schatzsuche mit Hilfe einer Karte. Diese wird den kr\u00f6nenden Abschluss unseres Projektes bilden. Was die Kinder dann wohl finden werden?<\/p>\n<p>Liebe Gr\u00fc\u00dfe aus der Waldgruppe!<br \/>\nSusanne Hansen und Maiken Stick<\/p>\n<p><em>Literatur<\/em><br \/>\nBrodtmann, D. (1997), Kinder-Bewegung-Gesundheit. In: Zimmer, R. (2012), Handbuch Psychomotorik (1. Neuauflage, 13. Gesamtauflage), Freiburg: Herder<br \/>\nZimmer, R. (2011a), Handbuch der Bewegungserziehung (11. Neuauflage, 22. Gesamtauflage), Freiburg: Herder<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was tut mir gut? Was mache ich gern? Was kann ich gut? Was kann mir helfen, wenn ich traurig bin? Wem kann ich helfen? 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