{"id":6281,"date":"2024-12-17T12:55:20","date_gmt":"2024-12-17T11:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/?p=6281"},"modified":"2025-01-08T14:38:40","modified_gmt":"2025-01-08T13:38:40","slug":"gott-kommt-leise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/archives\/6281","title":{"rendered":"Gott kommt leise"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-media-text is-stacked-on-mobile is-vertically-aligned-center\" style=\"grid-template-columns:42% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"811\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4-811x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-5720 size-full\" srcset=\"https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4-811x1024.jpg 811w, https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4-237x300.jpg 237w, https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4-768x970.jpg 768w, https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4-1216x1536.jpg 1216w, https:\/\/kirche-ostenfeld.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Pehmoeller-4.jpg 1249w\" sizes=\"auto, (max-width: 811px) 100vw, 811px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Einen Weihnachtsmann gab es nicht im Stall von Bethlehem. Der geh\u00f6rt zum Schmuck von Weihnachten &#8211; wie so vieles. Die Geburt Jesu hat \u00fcber die Jahrhunderte in vielen L\u00e4ndern und bei unz\u00e4hligen Menschen eine Welle der Fantasie ausgel\u00f6st, die sich jedes Jahr weiterentwickelt, ver\u00e4ndert und austauscht. Manches kommt aus anderen L\u00e4ndern zu uns wie der Au\u00dfenschmuck ganzer H\u00e4user und G\u00e4rten; manches geben wir an andere L\u00e4nder weiter \u2013 zum Beispiel das Lied \u201eStille Nacht\u201c. Weihnachten ist ein Weltfest. In den letzten Jahrzehnten kann man beobachten, dass es lauter wird. Eine gewisse Innigkeit geht allm\u00e4hlich verloren oder beschr\u00e4nkt sich auf einige wenige Stunden in den H\u00e4usern und Wohnungen.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Dabei geht es um Innigkeit. Der Kern des weihnachtlichen Feierns ist leise: Gott kommt unscheinbar zur Welt; in einem unscheinbaren Ort. Der Ort Betlehem hat staatliche Gr\u00fcnde: eine Volksz\u00e4hlung, wie der Evangelist Lukas erz\u00e4hlt (2,1). Und der \u00fcbertreibt gleich mal: nicht \u201ealle Welt\u201c wird gesch\u00e4tzt, sondern Menschen im Reich der R\u00f6mer, und dort vermutlich auch nicht alle. Das bedeutet, dass die \u00dcbertreibungen schon am Anfang beginnen. Das Unscheinbare muss ausgestattet werden mit Bedeutung und \u00dcbertreibung, damit es zur Kenntnis genommen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wahrheit ist schlichter \u2013 wie so oft in unserem Leben. In Betlehem kommt ein Kind zur Welt, das Gottes Sohn sein soll. Damit das Menschen erkennen, wird alle Jahre wieder kr\u00e4ftig auf die Pauke gehauen. Dabei braucht Gott keinen L\u00e4rm, keine Fanfaren. Gott kommt leise. Gott ist leise da.<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachten, das Weltfest, braucht immer noch die Innigkeit, damit es unser Herz erreicht. Wir k\u00f6nnen Gott nur leise empfinden. Gott ist eher nicht im L\u00e4rm und im Schmuck der Welt. Der Schmuck ist oft sch\u00f6n, er lenkt aber auch ab. Manchmal ersetzt er die Innigkeit. Es gibt ja Menschen, die k\u00f6nnen nicht mehr so richtig still sein. Vielleicht f\u00fcrchten sie dann, etwas zu sehen oder zu sp\u00fcren, was sie nicht sehen und sp\u00fcren m\u00f6chten. Stille ist schwer geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Stille ist aber doch Gottes Weg zu uns. Anders gesagt: Wir sp\u00fcren ihn eher in der Stille. Also, da, wo wir auch \u00e4ngstlich sein k\u00f6nnen und bef\u00fcrchten, etwas zu sehen, was wir nicht sehen wollen. Dahin kommt Gott, da erfahren wir ihn. Da ist Weihnachten am innigsten.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst da k\u00f6nnen wir wirklich mit dem Herzen h\u00f6ren, was Gott uns Weihnachten sagen will: Du bist nicht ohne mich. Der HERR ist dein Schatten \u00fcber deiner rechten Hand. So sagt es ein wundersch\u00f6nes Bild aus dem Alten Testament (Psalm 121,5). Und weil das nat\u00fcrlich keine Drohung sein soll, hei\u00dft es gleich auch noch: Der HERR beh\u00fctet dich.<\/p>\n\n\n\n<p>Weihnachten zeigt Gott seinen Schutz, den er immer schon versprochen hat. Er zeigt ihn, weil er nun als Mensch bei uns ist. Weil sein Geist unter uns bleibt, auch wenn Jesus nicht mehr auf Erden ist. Gott ist wie Schatten \u00fcber unserer Hand. Vom ersten Tag bis zum letzten. Dieses innige Wunder ist nicht so einfach zu verstehen, wie alle Wunder. Darum strengen wir uns an, es nach au\u00dfen zu tragen mit allerlei edlem Schmuck und mancherlei seltsamen Schnickschnack. Manchmal \u00fcberdeckt und \u00fcberstrahlt das die Innigkeit. Sie bleibt aber, auch wenn sie \u00fcberdeckt ist. Und sie hei\u00dft: Gott beh\u00fctet dich. Verlass dich darauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr und euer Ralf Pehm\u00f6ller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Weihnachtsmann gab es nicht im Stall von Bethlehem. 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