Der Besuch ist da!

Freuen Sie sich auf Besuch? „Es kommt darauf an, wer sich angemeldet hat“, werden vielleicht einige von Ihnen sagen. Es gibt Gäste, bei denen ist die Vorfreude groß und andere wäre man gerne schnell wieder los. Was aber, wenn dieser Gast nicht nur einen kurzen Besuch ankündigt, sondern mitteilt, dass er oder sie bleiben will? Das würde doch mindestens einige Irritationen, vielleicht sogar Abwehr in uns hervorrufen. Würden wir uns über eine solche Ankündigung freuen? Wohl eher nicht! Besuch haben ist das eine, aber es ist auch schön, wenn dieser nach einer gewissen Zeit wieder geht. Egal wie gerne wir die Menschen haben, die bei uns zu Gast sind.

Im Monatsspruch für den Dezember passiert aber genau das: „Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der Herr.“ (Sacharja 2,14)

Niemand anderes als Gott kündigt sein Kommen und Bleiben an. Und die Tochter Zion, also das Volk Israel, soll sich darüber freuen. Als der Prophet Sacharja diese Worte zum Volk Israel spricht, fühlte dieses sich gerade von Gott verlassen. Gott ist für sie in unerreichbare Ferne gerückt. Und da mag so eine Ankündigung tatsächlich große Freude ausgelöst haben.

Auch bei uns heute dürfen diese Worte Freude auslösen, denn sie gelten auch uns. Das feiern wir an Weihnachten. Die Menschwerdung Gottes. Gott verlässt seine Komfortzone und teilt das Leben von uns Menschen mit allen Höhen und Tiefen. In Jesus Christus wird Gott quasi ein Gott zum Sehen und Anfassen, ein nahbarer und mitfühlender Gott. Und das ist doch Grund zur Freude.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und euch eine frohe und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit.

Ihr und euer Pastor
Sven Rehbein 

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