Das Himmelreich ist nahe

„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ So lautet der Monatsspruch für den August. Er steht im Matthäusevangelium Kapitel 10, Vers 7. Nur, was ist das Himmelreich? Der Ort, an dem wir nach unserem Tod sein werden? Ein Gottesstaat hier auf dieser Erde? Weder das Eine noch das Andere. Das Himmelreich ist Gottes Herrschaft unter uns Menschen. Und Gottes Herrschaft ist sowohl räumlich als auch zeitlich nahe gekommen.

Räumlich: In Jesus ist Gott Mensch geworden, durch Jesus ist er uns Menschen ganz nahe gekommen. Wer mit Jesus lebt, muss nicht mehr fürchten, dass Gott fern ist.
Zeitlich: Als Jesus das von seinen Jüngern forderte, standen sein Tod und seine Auferstehung unmittelbar bevor. Durch seine Himmelfahrt ist Jesus nicht in den Himmel entschwunden, er hat den Himmel und die Erde miteinander verbunden. Durch die Sendung seines Heiligen Geistes sind wir mit Gott verbunden, wirkt er durch und mit uns.

Bei Lukas antwortet Jesus auf die Frage, wann das Reich Gottes komme, folgendermaßen: „Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man’s beobachten kann; man wird nicht sagen: Sieh, hier ist es!, oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.“ Luther übersetzt sogar „…das Reich Gottes ist inwendig in euch“.
Jeder Mensch trägt etwas vom Reich Gottes, vom Himmelreich in sich. Es liegt also an uns, an jedem einzelnen, ob und wie etwas vom Himmelreich in dieser Welt sichtbar, spürbar und erlebbar wird.

„Geht und verkündet: Das Himmelreich ist nahe.“ Seid das Himmelreich auf Erden.

Ihr und euer
Pastor Sven Rehbein

 

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