Die Liebe der Jeanne Ney

Eine Frau, zwei Männer. Bürgerkrieg und Slapstick. Skrupellosigkeit, Bolschewismus und kapitalistische Geldgier. Ein Diamant und zwei Leichen. Und die Liebe in all ihren Ausprägungen. In diesem tiefgehenden Stummfilm ist nie das eine ohne das andere Extrem vorhanden und keine Moral lebt ohne ihre Umkehrung. Alles, was auch Hollywood leidenschaftlich thematisiert – mit dem perfekten Live-Soundtrack aus den Pfeifen der Sauer-Orgel.

Das Melodram erzählt die Geschichte der jungen Jeanne Ney am Ende des russischen Bürgerkriegs 1920. Nach einem Roman von Ilja Ehrenberg durch den Ufa-Regisseur G.W. Pabst inszeniert, mit für die Ufa ungewöhnlichen filmischen Mitteln. Ein Film, der vom Autor selbst stark kritisiert, zugleich für den Aufwand in der Umsetzung bewundert wurde.
Jack Day ist als Stummfilmorganist in verschiedenen Orten aufgetreten, oft an historischen Orgeln, in Berlin und in Cambridge. 1979 geboren, studierte er Musikwissenschaft, Kirchenmusik und Orgel u.a. in Manchester, Cambridge und Leipzig, war Dozent für Kirchenmusikgeschichte, Gehörbildung und Orgel in Trossingen. Er lebt in Berlin und arbeitet als Kantor an der Luisen-Kirche in Charlottenburg. Sein besonderes Interesse gilt der Interpretation von Barockwerken auf historischen Orgeln sowie in der musikalischen Gestaltung von Stummfilmen. Für seine Interpretation des Filmes „Die Liebe der Jeanne Ney“ arbeitete er mit der Dramaturgin Leonie Arnhold zusammen.
Das Konzert am Freitag, 9. November beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 € (ermäßigt 5 €). Nachklang bei Wein und Wasser.

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