MiO 2. Vom zweiten Konzert

Am 29. April fand das zweite Konzert der Reihe „Musik in Ostenfeld“ statt. Was lag näher, als am Sonntag „Kantate“ („Singet“) ein Konzert mit dem Titel „Singet! dem Herrn“ zu veranstalten, wenn die amtierende Organistin auch eine wunderbare Sopranistin ist. Viele hatten sich von der Ankündigung angesprochen gefühlt, waren interessiert der Einladung gefolgt. So freute sich Janke Überleer als Vertreterin des Kirchengemeinderates, das zahlreiche Publikum zu begrüßen. Susanne Böhm und Ronald Balg (Flensburg/Berlin) an der Orgel boten in ihrem klugen Programm eine Zusammenstellung von komponiertem, gesungenen Jubel und Gebet und streiften dabei durch die Jahrhunderte.
Den Rahmen bildeten hochbarocke Kompositionen Singstimme und Begleitung von Händel, Buxtehude und Purcell. Dazwischen ging es zurück ins 12. Jahrhundert und vor bis ins 20. Jahrhundert. Dazu ein Orgel-Solo: Balg zog bei seiner Improvisation über das aus dem Publikum gewünschte Lied „Du meine Seele singe“ alle Register: die seiner Spielkunst und die der Sauer-Orgel!
Besonders berührend war der Hymnus „Ave generosa“ der Hildegard von Bingen, ein Lob der Gottesmutter Maria. Von Susanne Böhm ohne instrumentale Begleitung vorn im Altarraum gesungen machte er die Zuhörer atemlos mucksmäuschenstill. Wir waren Zeugen eines sehr persönlichen Gebetes.
Wie anders Händels spielende Wellen – von Orgel und Sängerin darzustellen –, die die Güte des Schöpfers verkünden. Kunstvolle Musik, kunstvoll musiziert. Und dann noch die Nachtigall! Sopran und Orgel imitieren und necken sich, dass den HörerInnen die Freude ins Gesicht geschrieben steht.

Ein Abendlied von Purcell schickte unsere Seelen zur Ruhe in Gottes Arme. Etliche aber ließen es sich nicht nehmen, in der Kirche bei Wasser (es wurde knapp, und man fragte sich, ob man auch Wein in Wasser verwandeln könne …) und Wein das Konzert im Gespräch nachklingen zu lassen.

Ein schöner Abend – und es folgen noch mehr!
Brigitte Wolff

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