Im Bayerischen Wald

Eindrücke von unserer Gemeindereise. Von Angelika Gronwald

Sonntag | 30. August

Der Reisebus von der Firma Bölck war super pünktlich. Unsere Pastorin Annkatrin Kolbe verabschiedete uns, und wünschte uns eine gute Fahrt und einen schönen Urlaub. Wir haben unsere Reise bei einem herrlichen Sonnenaufgang, aber kühlen 9°C angetreten. Zwischen Hamburg und Hannover regnete und gewitterte es. Je weiter wir in den Süden kamen, desto wärmer wurde es. An diesem Tag hatten wir noch eine Höchsttemperatur von 38°C erreicht. Etwas erschöpft kamen wir in Sattelbogen an. Unser Hotel heißt Sattelbogener Hof. Wir haben unsere Zimmerschlüssel erhalten und konnten uns etwas frisch machen, dann wartete ein wunderbares Abendessen auf uns – Pfannkuchensuppe, Salatbüffet, Hähnchenbrustfilet und als Nachspeise Obstsalat mit Eis.

Montag

Der erste Ausflug war eine Rundreise durch den Bayerischen Wald. In Bad Kötzting besuchten wir eine Bärwurzerei und durften an einer Schnapsprobe teilnehmen. Der stärkste Kräuterlikör ist der Blutwurz mit 60% Vol. – mmmh, lecker. Weiter ging es über Arnbruck nach Bodenmais. In Bodenmais besuchten wir die Glasbläserei Joska. Für 5 € durfte man selbst ein Stück Glas blasen (z.B. eine Bewässerungskugel). Es ist eine riesige Ausstellung von verschiedenen Glasfiguren. Unser Weg führte weiter nach Zwiesel. Dort haben wir die größte Glaspyramide der Welt besichtigt. Sie besteht aus 93.665 Kristallgläsern, hat eine Gesamthöhe von 8,06 m, ist 4,6 m breit in 65 Ebenen und hat ein Gesamtgewicht von 11,6 t. Ein kurzer Halt am Arbersee. Die Fahrt ging weiter zum großen Arber. Den größten Teil der Strecke, den Arber zu erklimmen, haben wir mit einer Gondelfahrt überbrückt. Wer gut zu Fuß war, konnte an einer Führung über den Arber teilnehmen. Die Rückfahrt zum Hotel führte über Lam. Nach dem reichhaltigen, köstlichen Abendessen hat unser Bettzipfel gerufen.

Dienstag

Um 7 Uhr war Abfahrt vom Hotel nach Passau. Dort stiegen wir auf das Schiff Regina Danubia und fuhren die Donau abwärts nach Linz in Österreich. Als erste Sehenswürdigkeit fuhren wir an der Burg Krämpelstein (vormals Schneiderschlössel) vorbei. Um die Burg rankt sich eine ganz besondere Geschichte von einem Schneider und seiner Ziege …

Nächste Station war Obernzell. Wir legten an, um weitere Fahrgäste aufzunehmen. Wir näherten uns der ersten Schleuse Kraftwerk Jochenstein. Das Kraftwerk leitet seinen Namen von dem nahegelegenen Felsen Jochenstein ab. Die Schleuse hat eine Fallhöhe von knapp 10 m. Kurz darauf näherten wir uns Engelhartszell. Dort wurden neue Fahrgäste aufgenommen und einige verließen wieder das Schiff. Nächster Halt war Schlögen.

Dann passierten wir das Kraftwerk Aschach. Diese Schleuse hat eine Nutzlänge von 230 m und ist 24 m breit. Die Fallhöhe beträgt gute 15 m. Kurz vor Linz durften wir noch eine Schleusenfahrt genießen. Das Kraftwerk Ottensheim-Wilhering hat eine Fallhöhe von etwas über 10 m.

Nun erreichten wir Linz und für uns endete hier die Schiffsfahrt. Sie war super schön bei strahlenden 35°. Durch den Fahrtwind kam es uns jedoch nicht so warm vor. In Linz wartete unser Busfahrer Ernst auf uns und brachte uns wieder in unser Hotel. Nach dem Abendessen – Eierflockensuppe, Salatbüffet, fünf Menüs zur Auswahl auf der Speisekarte, Nachspeise – fielen wir ins Bett.

Mittwoch

Wir besuchen den Böhmerwald in Tschechien. Es hatte sich etwas abgekühlt, Höchsttemperatur 22°C. Da konnte man gut laufen ohne ins Schwitzen zu geraten. Wir besuchten die historischen Städte Klatovy (Klattau) und Domažlice. Unser Reiseleiter Toni, der uns die Woche begleitete, erklärte uns auch hier die Geschichte der Städte und zeigte uns die Sehenswürdigkeiten. Zum Abendessen erwartete uns schon Der Steirische Peter. Er unterhielt uns mit Musik und Witzen. Natürlich haben wir auch kräftig das Tanzbein geschwungen.

Donnerstag

Der Tag stand zur freien Verfügung. Einige erkundeten die Umgebung. Der Wirt und Koch Hans Mitterbiller spendierte uns zum Mittag Kaiserschmarrn und zum Kaffee einen Eisbecher. Nach dem Abendessen haben wir gewürfelt. Es bringt immer wieder Spaß.

Freitag

Die Tour heute ging nach Regensburg. Wir besuchten die historische Altstadt und den Regensburger Dom, auf der Rückfahrt die Walhalla. Sie ist eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland und ein herausragendes Zeugnis klassizistischer Architektur des 19. Jahrhunderts in Bayern. Unter König Ludwig I. wurde sie vom damaligen Hofbaumeister entworfen und in den Jahren 1830 bis 1842 errichtet, um bedeutende Persönlichkeiten mit Marmorbüsten und Gedenktafeln zu ehren. Nach dem Abendessen haben wir Lotto gespielt.

Samstag

Marienbad in Tschechien steht auf dem Programm. Marienbad ist ein Kurort. In der Stadt selbst entspringen mehr als 40 Quellen mit verschiedenen chemischen Zusammensetzungen. Die Stadt hat herrliche Parkanlagen und viele Kolonnaden. Die Kurhäuser, Hotels und Pensionen haben faszinierende Fassaden. Johann Wolfgang von Goethe war 1820 zum ersten Mal in Marienbad. Ihm zu Ehren wurde in dem Haus seines Aufenthaltes das Stadtmuseum eingerichtet und ein Goethe-Denkmal errichtet. An der Hauptkolonnade auf der Promenade des Maxim Gorki Areals ist die singende Fontäne aufgebaut. Die Fontäne ertönt täglich ab 7 Uhr von Ende April bis Ende Oktober zu jeder ungeraden Stunde. Zusätzlich kann man um 21 und 22 Uhr eine farbige Vorführung genießen. Die Musikstücke wechseln nach einem Plan. Wir wollten die römisch-katholische Kirche „Mariä Himmelfahrt“ besichtigen, sie war leider geschlossen. Nicht weit vom Stadtzentrum steht die russisch-orthodoxe Kirche des Heiligen Wladimir. Wir hielten mit unserem Bus noch einmal an und haben diese Kirche besichtigt. Dann ging es zurück zum Hotel. Zum Abendessen gab es eine feine Vorspeisen-Variation, Bayerische Leberspätzlesuppe, vier Hauptgerichte zur Wahl und einen süßen Nachtisch. Nach dem Abendessen ging es ans Kofferpacken, denn wir mussten am Sonntag früh aufstehen, um unsere Heimreise anzutreten.

Sonntag | 6. September

Um 6 Uhr Frühstück, um 7 Uhr Abfahrt Richtung Heimat. Zum Abschluss der Fahrt sind wir bei Schuby im Jägerkrug Essen gegangen.

Es war eine wunderschöne Fahrt. Wir haben viele Eindrücke gesammelt und müssen sie jetzt erst mal verarbeiten. Wir danken unserem Busfahrer Ernst, dass er uns so sicher chauffiert hat, und wir danken dem Sattelbogener Hof-Team für die tolle Unterbringung, die herzliche Bewirtung und schmackhaften Speisen.

Wir danken den Organisatoren dieser Reise Irmgard und Siegfried Heinze.

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